Was sind Aktien CFDs
August 21, 2009 in CFD Basis Wissen by admin

Geld verdienen
Hier erfahren Sie, was Sie über CFD wissen müssen, bevor Sie mit dem Handeln beginnen
Die Abkürzung CFD steht für “Contract for differences” – Wörtlich als ein Vertrag über die Differenz. Aktien CFD oder CFD’s auf Aktien sind also Verträge über den Unterschied zwischen Aktienkursen in der Zukunft.
Klingt kompliziert? Ist es nicht.
Vereinfacht gesprochen kauft man mit einem CFD den Wert der zugrundeliegenden Aktie. Wenn man den CFD dann wieder verkauft muss man den Unterschied zum Kaufpreis entweder zahlen oder erhält ihn – je nach dem, wie sich der Kurs entwickelt hat. Wenn ich einen CFD auf die Apple Aktie zu USD 170 kaufe und die Aktie am Abend mit USD 180 schließt, so erhalte ich beim Verkauf USD 10 Gewinn.
Der Kurs eines CFD ist immer 1:1 der selbe, wie der Aktienkurs.
Warum also kauft man einen CFD anstatt gleich die Aktie zu kaufen?
Handeln mit Aktien CFD
Hier sind die Hauptvorteile von Aktien CFDs:
- Weil keine Aktien gekauft werden, fallen keine Börsengebühren an. Die meisten CFD Handelsplatformen bietet einen Gebührenfreien Handel an.
- CFDs kann man kaufen und verkaufen. D.h. ich kann auch auf fallende Aktienkurse wetten. Bei Aktienkäufen ist dies Normalsterblichen nicht möglich
- CFDs kann man auf Margin kaufen. Sprich ich kann meinen Geldeinsatz mit einem Hebel vervielfältigen. Meist kann ich 20x mehr kaufen, als mir Geld zur Verfügung steht (mehr dazu später)
- Für CFDs gibt es für Jedermann professionelle Handelsplatformen kostenlos. Man kann CFDs im Sekundentakt, Echtzeit handeln. Dies ist den meisten Menschen bei Aktien versagt (es sei denn, sie arbeiten im Handelsraum einer Bank)
Neben Aktien CFD kann man auch CFD auf Rohstoffe, Devisen und Aktienindexe handeln. Besonders der Handel mit einem Index ist spannend. Hier kann ich zum Beispiel auf den DAX oder den Dow Jones wetten, ohne dass ich komplizierte Optionsscheine kaufen muss. Wenn ich auf einen steigenden DAX hoffe, dann kaufe ich ein DAX CFD – rechne ich mit fallenden Kurse, dann verkaufe ich ein DAX CFD (ein sogenannter Leerverkauf, sprich ein Verkauf von etwas, was ich gar nicht besitze).

Mit Leerverkäufen (Shorts) kann man richtig viel verdienen und verlieren
Leerverkäufe (Shorts)
Leerverkäufe sind einer der riesigen Vorteile von CFDs. Ein Leerverkauf ist der Verkauf eines Wertes, den ich zum Zeitpunkt des Kaufes gar nicht besitze. Damit kann ich auf fallende Kurse wetten. Wenn der verkaufte Wert im Kurs sinkt, kann ich zu einem späteren Zeitpunkt meinen Leerverkauf damit abschließen, dass ich den entsprechenden Titel zu einem niedrigeren Kurs wieder kaufe. Mein Gewinn ist die Differenz zwischen meinem Verkaufspreis und den späteren Einkaufspreis. Wenn der Wert allerdings wieder Erwarten steigt, dann verliere ich natürlich die Differenz zwischen meinem Verkaufspreis und dem höheren Preis, zu dem ich den Titel wieder kaufen muss. Und hier wird der Leerverkauf richtig gefährlich.
Beim einem Aktienkauf können Sie aller höchstens Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Wenn die Aktie auf Null fällt, ist Ihr Geld weg. Bei einem Leerverkauf können Sie mehr verlieren, als Sie eingesetzt haben. Wie kann das sein?
Angenommen Sie verkaufen Apple zu USD 170, weil Sie denken, dass die Aktie im Kurs fällt. Auf einmal kommt die Nachricht, dass Steve Jobs vollkommen gesundet ist und einen neuen super iPod mit 80 Stunden Batterielaufzeit, OLED Display, eingebautem Videobeamer und 1 Terrabyte Speicher für nur 200 EUR anbieten wird und an jedem Gerät 100 EUR verdient. Was wird wohl mit der Aktie passieren? Richtig, die Aktie wird binnen Sekunden auf USD 400 steigen. Nun müssen Sie sich dringend mit Apple Aktien eindecken um Ihren Leerverkauf wieder zu beenden. Sie kauefn nun Apple Aktien für USD 400. D.h. Ihr Verlust pro Aktie beträgt USD 230. Und wenn Sie sich nicht mit Apple Aktien zu USD 400 eindecken, dann kann Ihr Verlust quasi ins Unermessliche steigen. Vor allem, wenn Sie noch gehebelt haben.

Hebeln von CFD kann auch daneben gehen
Hebel
Mit Hebeln kann man aus CFDs so etwas wie Optionsscheine machen. Je nach Produkte (Aktie, Devise oder Index) kann man Hebel von 7 bis 100 einsetzen. Die verfügbaren Hebel hängen natürlich auch von der Bank ab, mit der man im Bereich CFD zusammenarbeitet.
Hier ein Beispiel für Hebel:
Ich will 1.000 EUR meines Kapitals investieren und glaube, dass der DAX steigt. Ich kaufe also einen DAX CFD. Um meinen Einsatz zu maximieren nutze ich einen Hebel von 20. D.h. für meine EUR 1.000 bekomme ich für 20×1.000 = 20.000 EUR DAX CFD. Angenommen der DAX steht genau bei 5.000 und steigt bis zum nächsten Tag auf 5.500. Bei 5.500 verkaufe ich meine CFD wieder und erhalte 500 EUR Gewinn (die Marge für den CFD Anbieter mal außen vor gelassen). Auf meinen Einsatz von 1.000 EUR gerechnet habe ich satte 50% Gewinn eingestrichen, obwohl der DAX nur um 10% gestiegen ist. Diesen überproportionalen Gewinn verdanke ich dem Hebel.
Aber Achtung. Das ganze funktioniert auch anders herum. Angenommen bei dem oben genannten Geschäft fällt der DAX auf 4.000. Jetzt muss ich mit 1.000 EUR Verlust verkaufen, habe also mein ganzes Kapital verloren. Verliert der DAX noch weiter, ohne dass ich meine Position glatt stelle, dann verliere ich sogar mehr, als ich eingesetzt habe.

So kann es gehen, wenn man überhebelt
Wenn wir nun Hebel auf Leerverkäufe anwenden können wir Haus und Hof (und wohl auch Ehepartner und Kinder) verlieren. Deswegen gibt es bei den CFD Anbietern sogenannte Margin Calls. Wenn das Risiko besteht, dass mein eingezahltes Kapital durch eine ungünstige Kursentwicklung verloren geht, habe ich kurz Zeit, alle Positionen glatt zu stellen. Ansonsten wird der CFD Anbieter automatisch meine Positionen glatt stellen und ich habe wohl mein komplettes Kapital verloren.
Von daher, Vorsicht mit Hebeln.
CFDs basieren auf Aktien
Von daher sollte man sich vor dem Kauf oder Verkauf von CFDs grundsätzlich mit dem Kurspotential von Aktien auseinandersetzen.
Wer sich nicht selbst einlesen will, sondern auf die Weisheit der Masse vertraut, sollte sich die Seite www.ShareWise.comanschauen. Hier gibt es kostenlose Aktientipps von Usern, die nach der Trefferquote der Tippgeber bewertet sind. Keine 100% Garantie, aber wer nachweislich mit seinen Tipps in der Vergangenheit richtig lag, scheint ein gutes Händchen für Trends zu haben.